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Besonderheiten der Beurteilung der Hilflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen
Rottenburg, den 04. April 2011

Besonderheiten der Beurteilung der Hilflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen

von: K. Schäfer, Elsdorf-Heppenheim

Bei der Beurteilung der Hilflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen sind nicht nur die sogenannten "Verrichtungen" zu beachten. Auch die Anleitung zu diesen "Verrichtungen" und die Förderung der körperlichen und geistigen Entwicklung (z.B. durch Anleitung im Gebrauch der Gliedmaßen oder durch Hilfen zum Erfassen der Umwelt und zum Erlernen der Sprache) sowie die notwendige Überwachung gehören zu den Hilfeleistungen, die für die Frage der Hilflosigkeit von Bedeutung sind.

Stets ist nur der Teil der Hilfsbedürftigkeit zu berücksichtigen, der wegen der Behinderung den Umfang der Hilfsbedürftigkeit eines gesunden gleichaltrigen Kindes überschreitet. Der Umfang der wegen der Behinderungen notwendigen zusätzlichen Hilfeleistungen muss erheblich sein. Die Besonderheiten des Kindesalters führen dazu, dass zwischen dem Ausmaß der Behinderung und dem Umfang der wegen der Behinderung erforderlichen Hilfeleistungen nicht immer eine Korrelation besteht, so dass -anders als bei Erwachsenen- auch schon bei niedrigen GdB/MdE-Werten Hilflosigkeit vorliegen kann.

Bei der Hämophilie ist die Notwendigkeit der Substitutionsbehandlung -und damit schon bei einer Restaktivität von antihämophilem Globulin von 5% und darunter- stets bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres, darüber hinaus häufig je nach Blutungsneigung (zwei oder mehr ausgeprägte Gelenkblutungen pro Jahr) und Reifegrad auch noch weitere Jahre Hilflosigkeit anzunehmen.


Hämophilie und entsprechende plasmatische Blutungskrankheiten (je nach Blutungsneigung): GdB/MdE-Grad

leichte Form
- mit Restaktivität von antihämophilem Globulin (AHG) über 5% . . . 20

mittelschwere Form - mit 1-5% AHG
- mit seltenen Blutungen . . . 30 - 40
- mit häufigen, mehrfach jährlich, ausgeprägten Blutungen . . . 50 - 80

schwere Form
- mit weniger als 1% AHG . . . 80 - 100


Folgen von Blutungen sind zusätzlich zu bewerten.

 

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