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Erfolgreiches Seminarwochenende für erwachsene Hämophile in Siegburg
Rottenburg, den 05. Oktober 2017

Erfolgreiches Seminarwochenende für erwachsene Hämophile vom 29. September bis 1. Oktober 2017 in Siegburg

24 Teilnehmer fanden den Weg in das kürzlich neu eröffnete Katholisch Soziale Institut (KSI) in Siegburg zum diesjährigen IGH-Seminarwochenende unter dem Motto „Älter werden mit und ohne Hämophilie“.

Karin Schelle-Peter begrüßte am Freitagabend die Anwesenden im Namen des Vorstands und gab einige einführende Worte in das Programm sowie den Ablauf des Wochenendes.

Die Sozialarbeiterin Annette Pach von der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt am Main begann das Seminar mit ihrem Vortrag „Sozialrechtliche Informationen, organisatorische und finanzielle Hilfen für Patienten mit Hämophilie“. Wer geglaubt hatte, dass diese Altersgruppe bestens informiert sei, wurde schnell eines Besseren belehrt. Frau Pach konnte in ihrer sehr lebendigen Präsentation viele Tipps und Anregungen vermitteln und wurde immer wieder durch die zahlreichen Fragen der Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer unterbrochen. Nach fast 90 Minuten reger Diskussion konnte Karin Schelle-Peter dann den ersten offiziellen Teil des Seminars beenden.

Referentin und Teilnehmer trafen sich anschließend zum Gedankenaustausch im sogenannten „Kaminzimmer“ des Hauses, wobei viele Teilnehmer den Kamin vermissten. Schnell wurde deutlich, dass es einen erheblichen Gesprächsbedarf gab, nachdem seit dem letzten Treffen ein ganzes Jahr vergangen war. Trotz der Müdigkeit vieler Beteiligter durch die teils lange Anreise und des vorangegangenen Vortrags wurde es bei Manchen nach 23:00 Uhr, bis der Abend beendet war.

Nach einem sehr guten und reichhaltigen Frühstück begrüßte Karin Schelle-Peter alle Anwesenden am Samstagmorgen zum zweiten Teil des Seminars, der durch die Dipl. Psychologin Frau Elisabeth Schleithoff vom Hämophilie-Zentrum des Bonner Universitätsklinikums eröffnet wurde. „Älter werden mit und ohne Hämophilie aus psychologischer Sicht“ lautete das Thema ihres Referates. Gleich zu Beginn stellte Frau Schleithoff in Abänderung des Titels fest, dass das Älterwerden bei allen betroffenen Menschen ähnlich verläuft und weitestgehend unabhängig von der Erkrankung der Hämophilie sei. Auch während dieses sehr schönen und interessanten Vortrags wurde deutlich, dass die Teilnehmer einen erheblichen Diskussionsbedarf hatten und Frau Schleithoff gar nicht gehen lassen wollten. Nach fast zwei Stunden wurde schließlich dieser Teil des Seminars beendet und die Organisatorin Frau Schelle-Peter bat alle zum Mittagessen in das Restaurant.

Für den Nachmittag hatte Frau Schelle-Peter eine Führung im Stadtmuseum Siegburg organisiert. Der ehemalige Direktor des Museums konnte den Besuchern viele interessante Anekdoten und Ereignisse zur Geschichte Siegburgs und des Museums erzählen. Besonders interessant waren die Berichte über die Hexenverfolgung (lebhaft präsentiert im tatsächlich existierenden Hexenkeller), das Töpferhandwerk und die Judenverfolgung durch die Nazis. Krönender Abschluss war eine kurze Präsentation über die Oper „Hänsel und Gretel“ des Komponisten und Dichters Engelbert Humperdinck, der im Hause des heutigen Stadtmuseums am 1. September 1854 geboren wurde und einige Lebensjahre in Siegburg verbrachte. Zum Abschluss dieses kulturellen Programmpunktes hatte die Organisatorin noch eine Likörprobe des in Siegburg hergestellten Klosterlikörs vorgesehen. Nach einer interessanten Einführung in die Geschichte und Herstellung des Likörs durften die Gruppe dann zum praktischen Teil der Probe übergehen, was insbesondere einige Damen gerne und wiederholt in Anspruch nahmen.

Der Samstagabend war schließlich wieder für den Austausch untereinander reserviert. Spätestens hier wurde deutlich, wie gut und schnell die vier neuen Teilnehmer integriert waren. Dies macht den besonderen Reiz dieser sehr homogenen Gruppe aus.

Am Sonntagmorgen merkte man einigen Seminarteilnehmern deutlich ihre Müdigkeit an, was auch dem letzten Referenten des Wochenendes nicht verborgen blieb. Der Dipl. Sportwissenschaftler Eduard Kurz aus Erfurt stellte deshalb seine „Möglichkeiten der Physiotherapie zur Mobilisation älterer Hämophiliepatienten“ nach Absprache mit Karin Schelle-Peter und den Teilnehmern von Vortrag auf praktische Übungen um, was allen Anwesenden sichtbar gefiel. In knapp zwei Stunden vermittelte Herr Kurz viele praktische und vor allem zu Hause einfach selbst durchzuführende Übungen. Der Dank aller war Herrn Kurz gewiss und zeigte sich zum Abschluss in langanhaltendem Applaus.

Zum Schluss des Seminars bedankte sich der langjährige IGH-Geschäftsführer Günter Schelle bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für 14 Jahre Seminarwochenenden in der IGH. Mit diesem Wochenende beenden er und seine Frau die Durchführung und Organisation der Treffen, verwies aber darauf, dass die IGH in anderer Besetzung die Weiterführung der Seminare garantiere.

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