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WHO-Resolution zu Blutgerinnungsstörungen: Warum das auch für Betroffene in Deutschland wichtig ist

Veröffentlicht am . Thema: Konzentrate Soziales WFH Seltene Erkrankungen

Auf den ersten Blick wirkt eine WHO-Resolution weit weg vom Alltag von Menschen mit Hämophilie oder dem Von-Willebrand-Syndrom in Deutschland. Tatsächlich kann sie jedoch langfristig Einfluss auf Versorgung, Wahrnehmung und gesundheitspolitische Entscheidungen haben.

Denn erstmals erkennt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Blutgerinnungsstörungen offiziell als globale gesundheitspolitische Herausforderung an. Dadurch steigt international der Druck, Diagnosen früher zu stellen, Versorgungslücken zu schließen, spezialisierte Zentren zu stärken und den Zugang zu modernen Therapien zu verbessern.

Auch Themen, die viele Betroffene seit Jahren beschäftigen, rücken dadurch stärker in den Fokus:
• Unterdiagnostizierte Blutungsstörungen – insbesondere bei Frauen (s.a. unsere IGH-Umfrage)
• Zugang zu modernen Therapien
• Versorgungssicherheit
• Schulung und Aufklärung
• Gleichberechtigter Zugang zu Diagnostik und Behandlung
• Anerkennung seltener Gerinnungsstörungen im Gesundheitssystem

Die Resolution ist zwar nicht rechtlich bindend, gilt aber als wichtiges gesundheitspolitisches Signal. Solche WHO-Beschlüsse dienen häufig als Grundlage für nationale Strategien, Förderprogramme und gesundheitspolitische Forderungen.

Gerade für Patientenorganisationen wie die IGH ist dies ein wichtiges Zeichen: Die Anliegen von Menschen mit Blutgerinnungsstörungen erhalten international mehr Sichtbarkeit und gesundheitspolitisches Gewicht.

🔗 Resolution / Informationen der WFH:
https://wfh.org/advocacy/#wha-resolution

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