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Kennen Sie HEPATITIS C (HCV)?
Rottenburg, den 04. April 2011

Hepatitis - die Alphabetkrankheit

die Viren:

Hepatitis A- Virus
Hepatitis B- Virus
Hepatitis C- Virus
Hepatitis D- Virus
Hepatitis G- Virus

Hepatitis - was ist das?

Eine Leberentzündung, die - nicht ausgeheilt - zu dauerhaften Schäden führt und die durch Viren auf unterschiedlichen Wegen übertragen wird. Hepatitis A (HAV), B (HBV) kennen Sie mit Sicherheit, dagegen sind Sie möglicherweise auch geimpft. Hinzugekommen sind, mittlerweile neu entdeckt noch 5 - 6 weitere "Untergruppen", von denen das C-Virus am heimtückischsten und damit gefährlich ist - und gegen das es bisher noch keinen Impfstoff gibt!

Diese Infektion verläuft in den allermeisten Fällen vom Betroffenen völlig unbemerkt!

Warum? Eine akute Phase, mit Gelbfärbung der Haut, grippeähnlichen Symptomen u.a. gibt es im Vergleich zu den anderen Hepatitisarten selten, da die Krankheit überwiegend einen chronischen Verlauf nimmt. Viel öfter sind es bei HCV kleine Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkbeschwerden, Appetitlosigkeit, die fälschlicherweise anderen Ursachen zugeschrieben werden. Dabei kann bei ca. 20- 30% der Patienten nach 10, 20, 30 Jahren mit Leberzirrhose (krankhafte Schrumpfung d. Leber) oder in Folge dessen gar mit einem Leberzellkarzinom gerechnet werden. Die lfd. Schädigung dieses lebenswichtigen Organs verursacht oft keine Schmerzen, evt. leichten Druck im Oberbauch, wie viele es nach einem guten Essen kennen. Die Leber selbst kann "ihre" Schmerzen nicht äußern, erst dann, wenn bereits massive Fibrotisierung (erhöhter Bindegewebsgehalt in der Leber - Vorstufe einer Zirrhose) oder gar die Zirrhose eingesetzt hat, kommt es zu Beschwerden.

Risikofaktoren

Übertragungswege sind noch längst nicht vollständig erforscht; praktisch jeder direkte Blutkontakt (wie bei Transfusionen oder unmittelbarem Kontakt zweier offener Wunden miteinander) kann dieses Virus verbreiten. Nach dem jetzigen Kenntnisstand, haben die folgend genannten Übertragungsmöglichkeiten aber nicht die große Bedeutung wie bei der Hepatitis vom Typ A oder B oder gar der HIV-Infektion. Selbstverständlich kann sie z.B. weder durch Hautkontakt oder Niesen noch durch gemeinsame Badewannenbenutzung übertragen werden.

Bluttransfusionen vor 1990 (Da das Virus in seiner Form erst seit 1990 bekannt ist, wird Spenderblut seitdem auf diese mögliche Infektion hin untersucht) Jeder, der vor dieser Zeit eine Bluttransfusion erhalten hat, ist ein Risikopatient und sollte auf Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus getestet werden (Anti-HCV-Test); über die sexuelle Übertragbarkeit und die während einer Schwangerschaft oder Stillzeit ist man sich noch nicht im Klaren. Daher sollte bei Partnern und Kind(ern) der Anti-HCV-Test vorgenommen werden. Es sind jedoch Fälle bekannt, in denen es trotz jahrelanger intimer Beziehungen zu keiner Ansteckung kam und auch keine Übertragung Mutter/Kind erfolgte Anti-D-Impfprophylaxe: Frauen, die aufgrund einer Rhesusfaktorunverträglichkeit nach Entbindungen damit behandelt wurden; Nadelstichverletzungen, sowohl im Gesundheitswesen, als auch beim Tätowieren und Piercing, i.v. Drogenkonsum, nasaler Kokaingebrauch;

Welche Bedeutung Hautlymphe, Tränenflüssigkeit, Speichel und andere Körperflüssigkeiten für die Übertragung haben, ist ebenfalls noch nicht im Einzelnen geklärt.

Heutzutage ist Hepatitis C unter bestimmten Voraussetzungen heilbar! Vorausgesetzt, man weiß von seiner Infektion und findet Unterstützung von seinem Arzt, wobei hier ein gutes Arzt/Patienten-Verhältnis ebenso wichtig ist wie der bestärkende Beistand von Familie, Freunden und auch andere psychologische Hilfen wie z.B. ein Austausch mit Betroffenen.

Was tun, wenn Sie betroffen sein könnten, sich dessen unsicher sind oder Ihre Diagnose evt. schon wissen?

Als erstes: sprechen Sie ausführlich mit Ihrem Arzt hierüber! Wenn Sie sich über Ihre Ansteckungsrisiken in der Vergangenheit nicht sicher sind, verlangen Sie auf jeden Fall einen Antikörpertest von Ihrem Arzt, da diese Maßnahme nicht bei den üblichen Blutuntersuchungen inbegriffen ist. Vermeiden Sie möglichst unnötige Medikamenteneinnahme und Alkoholkonsum. Stellen Sie Ihre Ernährung langsam auf leberfreundliche Kost um. Und vor allen Dingen: Informieren Sie Sich so umfassend wie möglich über Hepatitis C und deren Auswirkungen und Therapiemöglichkeiten.

Im Internet können Sie sich unter: www.hepatitis-c.de, in der ständig aktualisierten Homepage des Deutschen Hepatitis C Forums, all diese fundierten Infos abrufen.

Hepatitis C - eine chronische Virusinfektion - von epidemischem Ausmaß - eine stille Volksseuche?

Obwohl Hepatitis C hier noch nicht so vorherrschend ist wie in anderen Teilen der Welt, ist es doch ein zunehmendes bedeutendes Problem. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit 400 Millionen Menschen, oder: jeder Fünfzehnte an dieser Krankheit.

So sind nach Meldungen der WHO und anderer Organisationen, wie dem CDC (Center of Disease Control), circa 800 000 Deutsche mit HCV infiziert, und es gibt schätzungsweise 40 000 neue Fälle jedes Jahr!

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Letzte Änderung am 19.12.2001

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