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Neue Ratgeber sollen physiotherapeutische Schmerzversorgung von Hämophiliepatienten verbessern
Rottenburg, den 27. Juni 2014
  • Zwei Ratgeber für Erwachsene und Kinder unterstützen Physiotherapeuten bei der Behandlung von Hämophiliepatienten und beantworten krankheitsbezogene Therapiefragen
  • Begleitender Leitfaden gibt Ärzten praxisnahe Verordnungshinweise für physiotherapeutische Maßnahmen

Leverkusen, 27. Juni 2014 - Die Lebensqualität von Menschen mit Hämophilie ist dank moderner Therapiemöglichkeiten hierzulande sehr hoch. Dennoch leiden viele, vor allem aber ältere Patienten an blutungsbedingten oder chronischen Schmerzen – meist in den Gelenken. Neben einer medikamentösen Versorgung stellen physikalische Maßnahmen zur Kräftigung der Muskulatur und Bewegungsfähigkeit eine sinnvolle Ergänzung zur Schmerzbehandlung dar.

Um mehr Physiotherapeuten das nötige Wissen über die seltene Erkrankung zu vermitteln und Unsicherheiten im Umgang mit den Patienten abzubauen, hat Bayer HealthCare Deutschland in Zusammenarbeit mit Hämophilie-Spezialisten, Orthopäden und Physiotherapeuten zwei Patienten-Ratgeber entwickelt: „Physiotherapie bei Erwachsenen mit Hämophilie“ und „Physiotherapie bei Kindern und Jungendlichen mit Hämophilie“ bieten einen ausgewogenen Mix aus Aufklärung und praktischen Tipps. Die kompakten Ratgeber sind leicht verständlich geschrieben und auch für Patienten und deren Angehörige interessant. Sie werden kostenfrei vom Hämophiliezentrum ausgegeben und können von den Patienten an den behandelnden Physiotherapeuten weitergegeben werden. Zudem sind die Ratgeber direkt bei Bayer auf www.faktorVIII.de zu bestellen.

Beide Bücher sind im Thieme Verlag erschienen und ab Mitte Juli auch im Buchhandel unter der ISBN 978-3-13-177771-3 (Auerswald G. et al., Physiotherapie bei Erwachsenen mit Hämophilie) sowie ISBN 978-3-13-177781-2 (Auerswald G. et al, Physiotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Hämophilie) zum Preis von je 4,99 EUR erhältlich.

Faktorgabe abfragen! WichtigeTipps helfen im Umgang mit Hämophilie-Patienten

Da es deutschlandweit nur rund 2.000 Patienten mit schwerer Hämophilie gibt, bietet der therapeutische Alltag von Physiotherapeuten kaum Möglichkeiten, Erfahrungen mit dem seltenen Krankheitsbild zu sammeln. Sowohl Kinder als auch Erwachsene mit Hämophilie können von einer Physiotherapie profitieren, wenn die Prophylaxe gesichert ist. Die wichtigste Regel für den Physiotherapeuten heißt: Vor jeder Behandlung zuerst die Faktorgabe abfragen! Um das Blutungsrisiko zu minimieren, müssen die Patienten vor Beginn der Physiotherapie den Blutgerinnungsfaktor spritzen. Der praxisnahe Ratgeber behandelt auch zahlreiche weitere Fragen wie: „Was mache ich, wenn mein Patient sich verletzt oder gestoßen hat?“ oder auch „Wie beziehe ich die Eltern junger Hämophilie-Patienten in die Behandlung ein?“. Außerdem gibt es wertvolle Behandlungstipps, zum Beispiel für Übungen bei bestimmten Gelenkschäden.

Praxisleitfaden mit Verordnungshinweisen rundet den Service ab

Eine Broschüre, die Bayer HealthCare Deutschland in Zusammenarbeit mit den Autoren begleitend zu den Ratgebern entwickelt hat, richtet sich an die behandelnden Ärzte. Mit praxisnahen Tipps rund um die Heilmittelverordnung für Physiotherapie sollen etwaige Erstattungshürden, die den Patienten bei der Krankenkassen-Abrechnung begegnen könnten, von vornherein aus dem Weg geräumt werden.

Über Hämophilie A

Hämophilie A, umgangssprachlich auch „Bluterkrankheit“ genannt, ist eine genetische Erkrankung. Durch einen Mangel oder einen Defekt des Gerinnungsfaktors VIII (FVIII) ist die Blutgerinnung gestört. Bei den Betroffenen kommt es daher immer wieder zu Blutungen in Muskeln, Gelenken oder anderen Geweben, die zu Langzeitschäden führen können. Äußere Verletzungen, auch wenn sie trivial sind, können schwerwiegende Folgen haben, da das Blut langsamer gerinnt als bei Gesunden. Das Gen für FVIII liegt auf dem X-Chromosom. Daher leiden in erster Linie Jungen und Männer an Hämophilie A. Frauen sind Konduktorinnen der Krankheit und können sie an ihre Söhne weitergeben. Selbst leiden Frauen selten an den Symptomen der Hämophilie.

Neben Hämophilie A gibt es noch die Hämophilie B, bei der der Blutgerinnungsfaktor IX betroffen ist. Hämophilie A ist die häufigere Form der Erkrankung. In Deutschland leben rund 10.000 Menschen mit Hämophilie. Hämophilie ist bis heute nicht heilbar. Die frühzeitige Prophylaxe von Blutungen bei Kindern ist der Therapiestandard in Deutschland. Je früher ein Hämophilie-Patient Faktor-VIII vorbeugend erhält, desto seltener sind Gelenkblutungen, wodurch die Lebensqualität jedes einzelnen Patienten steigt. Hämophilie ist so gut behandel- und beherrschbar, dass die Betroffenen ein nahezu normales Leben führen können.


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