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Scheinrezepte für Bluterpräparate: AOK um 1,5 Millionen Euro betrogen
Rottenburg, den 04. April 2011
Scheinrezepte: AOK um 1,5 Millionen Euro betrogen

Bonn, 06.05.2004 - Wie die Deutsche Presseagentur heute meldet, haben ein Allgemeinarzt und zwei Apotheker aus Oberfranken und Sachsen mit Scheinrezepten allein die AOK Bayern um 1,5 Millionen Euro geschädigt. Der 61 Jahre alte Mediziner aus Ebersdorf bei Coburg hat Bluter-Patienten jahrelang bis zu 20fach überhöhte Dosen eines sehr teuren Medikamentes verschrieben. Zwei 43 Jahre alten Apotheker hätten die Rezepte bei der AOK eingereicht und in voller Höhe abgerechnet. Allerdings hatten die Patienten die entsprechenden Medikamente entweder gar nicht oder nur in sehr geringer Dosis erhalten. Den auf diese Weise erschwindelten Gewinn hätten sich die Apotheker mit dem Arzt geteilt.

Die Staatsanwaltschaft Coburg hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der betroffene Mediziner wurde inhaftiert und wird derzeit vernommen, er hat sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen bisher nicht geäußert. Die beiden Apotheker wurden ebenfalls festgenommen, sind aber inzwischen gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Bislang ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht geklärt, ob auch andere Krankenkassen geschädigt wurden.

Die Interessengemeinschaft Hämophiler fordert seit Jahren, dass die Hämophiliebehandlung ausschließlich in spezialisierten und etablierten Behandlungszentren durchgeführt werden und auch die Abgabe der Bluterpräparate ausschließlich über die Hämophiliezentren erfolgen sollte. Hierdurch können nicht nur erhebliche Kosten eingespart werden, die durch mögliche Fehlbehandlung dieser seltenen Krankheit und damit entstandener Spätfolgen entstehen, sondern auch Einsparungen durch den Zentraleinkauf der Medikamente erzielt werden. Auch die Transparenz der Behandlung und die Abgabe der Präparate an die Patienten kann in speziellen Hämophiliezentren durch gewissenhafte Dokumentation am ehesten garantiert werden.

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