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„fit for life' - Bundessieger beim Finale in Köln ermittelt
Rottenburg, den 04. April 2011
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Das Institut für Prävention und Nachsorge (IPN) bietet in Kooperation mit Baxter Deutschland GmbH und unter der Leitung eines erfahrenen Ärzteteams (Dr. Axel Seuser, Facharzt für Orthopädie, Physikalische Therapie, Sportmedizin und Chirotherapie, Bonn; Dr. Anatol Kurme, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Hamburg und Dr. Robert Klamroth, Facharzt für Innere Medizin, Berlin) seit dem Jahre 2001 das Forschungsprojekt „fit for life" zur gezielten Bewegungs- und Sportartenberatung für Patienten mit Bluterkrankheit an.

Die Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. unterstützt dieses Projekt inhaltlich und ideell und hat bereits mehrfach hierüber berichtet.

Gerade in der heutigen Zeit mit zunehmender sportlicher Inaktivität, damit verbundenen Gewichts- und Gesundheitsproblemen schon bei Jugendlichen ist insbesondere auch die Gruppe der Hämophilen angehalten, durch sportliche Betätigung und regelmäßiges Training und damit körperlicher Fitness die Gelenkssituation zu verbessern und somit auch den Verbrauch an Faktorkonzentrat langfristig zu senken.

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Das IPN Team
Um dieses Ziel zu erreichen, hat das „fit for life"-Team Wettkämpfe entwickelt, in denen Koordination, Rumpfmuskelkraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Körperfettanteil gemessen werden. Aus den Einzelergebnissen errechnet sich schließlich ein Gesamtscore und es werden die Sieger ermittelt.

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Wissenschaftliche
Leitung
Ein Wettkampfteam besteht aus 5 Teilnehmern mit Blutgerinnungsstörungen, einem Teamkapitän (Behandler, Behandlerin, Hämophilieassistentin) und zusätzlich 2 Familienangehörigen, davon mindestens ein Elternteil.

In insgesamt vier regionalen Vorentscheiden traten Teams aus verschiedenen Hämophiliezentren und Bundesländern an und ermittelten ihre Sieger.

Am 8. Oktober 2006 trafen sich im Olympia- und Sportmuseum Köln die Regionalsieger aus Süd-, Nord-, West- und Ostdeutschland, um in fairem Wettkampf die Bundessieger zu ermitteln.

Zwar lautete das Motto „Dabei sein ist alles", dennoch war eine gewisse Nervosität und Wettkampfatmosphäre deutlich zu spüren, schließlich ging es jedem Team auch darum, die Stärke des „eigenen" Hämophiliezentrums zu dokumentieren.

Es war deutlich zu sehen, dass einige Teilnehmer hoch motiviert und entsprechend vorbereitet in den Wettkampf gegangen waren.

Erfreulicherweise verlief nicht nur der Wettkampf außerordentlich fair, sondern es wurde auch reichlich Gebrauch vom gegenseitigen Gedankenaustausch gemacht, insbesondere die anwesenden Eltern nutzten die Gelegenheit um von anderen Eltern zu erfahren, wie sie mit der Krankheit ihres Sohnes umgehen.

Während der Wettkampfpausen konnten die Teilnehmer sich in allerlei Jonglier- und Zauberkunststücken ausbilden lassen, die dann später vor der Siegerehrung zur großen Freude aller Beteiligten vorgeführt wurden.

Natürlich gab es auch Sieger, aber keine Besiegten. Eigentlich waren alle Beteiligten Gewinner eines tollen und erlebnisreichen Tages.

Mir hat als Beobachter des Bundeswettbewerbes besonders der herzliche, fast freundschaftliche Umgang aller Beteiligten gefallen. Gute Leistungen wurden mannschaftsübergreifend gewürdigt, erwartungsgemäß wurden natürlich Erfolge des eigenen Teams entsprechend lautstark bejubelt.

Ziel des ärztlichen Teams von „fit for life" ist ein so genannter Dreiländer-Wettbewerb von Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hierzu werden bereits Gespräche mit den Organisatoren und den Geldgebern geführt.

Angesichts dieser gelungenen Veranstaltung mit sichtlich engagierten Teilnehmern und sehr guter Stimmung und Atmosphäre finden wir es im Nachhinein wirklich schade, dass die Teams schon bei den Vorentscheiden nur mit Mühe und Überredungskunst zusammengestellt werden konnten.

Die Teilnehmer der Finalveranstaltung jedenfalls waren begeistert und würden jederzeit wieder mitmachen.

Aus Sicht der IGH sollte das Projekt unbedingt fortgeführt werden und wir appellieren deswegen auch an diejenigen Behandler, die dem Projekt zur Zeit eher zögerlich gegenüberstehen, ihre Patienten für eine Teilnahme zu motivieren.



Die Sieger

Teamwettkampf

1. München (Teamleiterin: Dr. Karin Kurnik) Gesamtscore: 655,39

2. Bonn (Teamleiterin: Dr. Barbara Niemann) Gesamtscore: 617,29

3. Hamburg (Teamleiter: Dr. Günter Auerswald) Gesamtscore: 596,31

4. Magdeburg (Teamleiterin: Frau Sibylle Aumann) Gesamtscore: 551,79


Familienwettkampf

1. Schindler Gesamtscore: 211,34

2. Brode Gesamtscore: 182,46

3. Wechs Gesamtscore: 180,98

4. Krahl Gesamtscore: 173,69


Hämophilie - Gesamtwertung



1. Timo Heitmann, Hamburg Gesamtscore: 73,58

2. Tobias Becker, Bonn Gesamtscore: 61,63

3. Roman Wechs, München Gesamtscore: 61,58

4. Maximilian Schwarz, Magdeburg Gesamtscore: 53,65


Allen Siegern gilt der besondere Glückwunsch der Interessengemeinschaft Hämophiler e.V.
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Sieger Teamwettkampf: MÜNCHEN



Bericht:
Günter Schelle

Bonn

 



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