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IGH gewinnt den PHILOS 2014
Rottenburg, den 02. März 2015

Bayer würdigt mit dem PHILOS das Engagement derer, die an der Seite von Menschen mit Hämophilie stehen, ihren Weg begleiten und ihnen helfen, die vielen alltäglichen Hürden zu meistern. 

Das können Hämophilie-Profis, also Ärzte und Schwestern, aber z.B. auch Psychologen oder Physiotherapeuten sein, auch jedoch Selbsthilfegruppen oder Vereine, die eigene Initiativen entwickeln und Ideen umsetzen, die das Leben mit der Hämophilie erleichtern.

Der PHILOS soll Aufmerksamkeit und mehr Wissen über die Hämophilie schaffen. Damit das Verständnis für die zahlreichen Herausforderungen gefördert wird, mit denen die Betroffenen tagtäglich konfrontiert sind. Denn häufig entstehen Probleme und Barrieren nur, weil das Umfeld zu wenig über die Erkrankung weiß.

Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. (IGH) / Wochenendseminar „Hämophilie im Alter“ gewinnt 10.000 Euro

Philos 2014Wer heute im Kindesalter die Diagnose „Hämophilie“ erhält, kann dank moderner Prophylaxe und einer guten medizinischen und therapeutischen Versorgung damit rechnen, ein nahezu normales Leben zu führen. Viele der erwachsenen oder älteren Betroffenen hingegen müssen sich mit chronischen Schmerzen und zahlreichen anderen Beschwerden abfinden. Der Grund: Erst seit etwa 1970 steht Patienten eine wirksame Prophylaxe mit Gerinnungsfaktor-Konzentraten zur Verfügung. Die meisten Patienten dieser Generation leiden unter Begleit- und Folgeerkrankungen und haben zudem Erfahrungen von Ausgrenzung und Stigmatisierung gemacht.

Zwei Generationen – zwei Lebensqualitäten

Bereits seit Mitte der 90er Jahre engagiert sich die Interessengemeinschaft Hämophiler (IGH) aus Bad Honnef für ältere Hämophilie-Patienten, bei denen die Erkrankung nicht nur gesundheitliche, sondern auch psychische Spuren hinterlassen hat. Denn sie wuchsen in einer Zeit auf, in der sie mit Vorurteilen, Ausgrenzung und Diskriminierung zu kämpfen hatten. Aus einzelnen von der IGH organisierten Tagestreffen entstanden ab 2006 regelmäßige Wochenendseminare. Sie boten älteren Patienten einen geschützten Rahmen, um sich untereinander über die Probleme des Alltags auszutauschen, aber auch mit Ärzten und Therapeuten nach neuen Wegen zur Schmerzlinderung zu suchen.

Rückhalt einer eingeschworenen Gemeinschaft

Für die meisten Teilnehmer ist das letzte Wochenende im September jedes Jahr ein wichtiger fester Termin. Einige von ihnen profitieren besonders von dem „Wir-Gefühl“ der eingeschworenen Gemeinschaft. Sie haben sich durch den gefundenen Rückhalt in der Gruppe erstmals getraut, im privaten Umfeld über ihre Erkrankung zu reden. Und sie haben den Schritt aus der Isolation zurück in die Gesellschaft gewagt, sind körperlich aktiver geworden und pflegen Freundschaften.

Die weiteren Preisträger des PHILOS 2014 sind:

Die Deutsche Hämophiliegesellschaft (DHG) erhält für ihr Ferienlager-Austauschprojekt für ausländische Twinning-Partner den 2. Platz, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Die Patiententreffen des Gerinnungszentrums Rhein-Ruhr (GZRR) als Teil der ganzheitlichen Hämophilietherapie werden mit dem 3. Platz ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld in Höhe 2.500 Euro.

Den im Jahre 2014 erstmals verliehenen Publikumspreis (dotiert mit 2.500 Euro) erhielt die Deutsche Hämophiliegesellschaft (DHG) für ihr Projekt USA-Reisen für hämophile Jugendliche. Ausführliche Informationen zum PHILOS 2015 mit Fotodokumentationen und den Filmportraits der Siegerprojekte finden Sie hier.

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