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Bayer gibt Plasma-Geschäft an US-Investorengruppe Cerberus und Ampersand ab
Rottenburg, den 04. April 2011

Die Produktfamilie um Kogenate® bleibt im Bayer-Portfolio

Leverkusen – Die Bayer AG will ihr Plasma-Geschäft in die NPS Bio Therapeutics, Inc. einbringen, eine neu gegründete Gesellschaft, die von Töchtern der US-Finanz­investoren Cerberus Capital Management L.P., New York, und Ampersand Ventures, Wellesley, Massachusetts, kontrolliert wird. Der Wert der Transaktion umfasst rund 590 Millionen US-Dollar (ca. 450 Millionen Euro). Darin enthalten sind für Bayer eine Barkomponente, ein zehnprozentiger Anteil an der neuen Gesellschaft, die Verwertung ausgewählter Positionen des Umlaufvermögens und erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 60 Millionen US-Dollar. Das Closing wird – vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden – im ersten Halbjahr 2005 erwartet.  „Die Veräußerung des Plasma-Geschäfts ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Neuausrichtung von Bayers HealthCare-Geschäft“, erklärte Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. „Wir werden uns künftig verstärkt auf unsere Kompetenzen im konsumentennahen Gesundheitsgeschäft sowie auf innovative Arzneimittel für Mensch und Tier und leistungsstarke Diagnosesysteme konzentrieren. Die Akquisition des Geschäfts mit rezeptfreien Arzneimitteln von Roche und die Pharma-Allianz mit Schering-Plough in den USA unterstreichen die neue strategische Ausrichtung.“

Der jetzt geschlossene Vertrag umfasst die gesamten Plasma-Aktivitäten der Bayer-HealthCare-Division Biologische Produkte. Die Produktfamilie Kogenate, ein gentechnisch hergestellter Faktor VIII zur Behandlung der Hämophilie A, wird nicht mitverkauft, sondern bleibt bei Bayer HealthCare. „Kogenate ist eines der wichtigsten und strategisch bedeutendsten Produkte für das Bayer HealthCare-Portfolio. Es ist zentraler Bestandteil unserer Langfriststrategie zur Neuausrichtung unseres Bayer-HealthCare-Geschäfts und trägt dazu bei, unsere Führung im weltweiten Markt für Hämophiliemedikamente auszubauen“, sagte Arthur Higgins, Vorsitzender des Bayer HealthCare Executive Committee.

Der Bayer-Umsatz mit Plasmaprodukten belief sich in den ersten neun Monaten 2004 auf 481 Millionen Euro. Zur Palette der aus Blutbestandteilen gewonnenen Produkte gehören Arzneimittel zur Therapie von Immun-Mangelerkrankungen wie Gamunex, Polyglobin oder Gamimune N sowie Prolastin zur Behandlung des erblich bedingten Lungenemphysems. Der Bereich mit Sitz in Research Triangle Park, North Carolina/USA, beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten.

“Wir freuen uns sehr, in ein Unternehmen investieren zu können, das sich durch die am besten gefüllte Forschungspipeline der Branche, exzellente Produktions-Expertise,  eine führende Position in der Arzneimittelsicherheit und einen engagierten Einsatz für seine Patienten auszeichnet“, sagte Larry Stern, ein Mitglied des Managements der Cerberus Operations-Gruppe und Vorstandsvorsitzender von NPS BioTherapeutics, Inc.. „Als Teil dieser Strategie erwirbt NPS BioTherapeutics die Firma Precision Pharma Services, die zurzeit Plasmafraktionierungsleistungen für Bayer bereitstellt. Eine neu ausgerichtete Eigentümerstruktur in Partnerschaft mit dem bestehenden Management wird die Führung von NPS BioTherapeutics in der Branche weiter ausbauen. Wir setzen uns für das Wachstum und die Verstärkung des Geschäfts ein, wobei wir den Gesundheitsorganisationen und der Patientengemeinschaft noch bessere Unterstützung anbieten wollen”, fügte er hinzu.

Pressemitteilung der Bayer AG vom 13.12.2004

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